Ankertext-Vielfalt
Die Vielfalt des Ankertexts misst, wie abwechslungsreich der Ankertext eingehender Backlinks ist. Natürliche Backlink-Profile verteilen sich auf viele Ankertypen, während manipulativer Linkaufbau sich auf einen Typ konzentriert, meist Exact Match, was Google als Spam-Signal wertet.
Die Vielfalt des Ankertexts misst, wie abwechslungsreich der Ankertext eingehender Backlinks ist. Natürliche Backlink-Profile verteilen sich auf viele Ankertypen, während manipulativer Linkaufbau sich auf einen Typ konzentriert, meist Exact Match, was Google als Spam-Signal wertet.
Warum es wichtig ist
Seit dem Penguin-Update von 2012 sind Googles Ranking-Systeme zunehmend ausgefeilter darin geworden, unnatürliche Ankertext-Muster zu erkennen. Eine Ahrefs-Analyse über Millionen von Domains hinweg ergab, dass gesunde Websites durchschnittlich 1 bis 2 % Exact-Match-Anker aufweisen, während von Penguin-Strafen betroffene Websites durchschnittlich 15 bis 40 % aufwiesen. Die Ankervielfalt zu ignorieren und zugleich keyword-lastigen Linkaufbau zu betreiben, ist ein Weg zu langfristigen Strafen und Ranking-Einbrüchen.
Wichtigste Ankertext-Typen
Exact Match: Das Ziel-Keyword wortwörtlich, etwa "Blog-Plattform". Stärkstes Ranking-Signal, am gefährlichsten bei Übernutzung.
Partial Match: Enthält einen Teil des Ziel-Keywords, etwa "5 beste Blog-Plattformen".
Markenbezogen: Nur der Markenname, etwa "inblog". Der natürlichste Typ und das Rückgrat gesunder Profile.
Nackte URL: Die URL selbst als Anker, etwa https://inblog.ai.
Generisch: "hier", "dieser Artikel", "weiterlesen". Semantisch leer, pronomenartig verwendet.
Bildanker: Bei Bildlinks dient der Alt-Text als Anker.
Long-Tail: Ein vollständiger Satz oder eine Phrase, etwa "der Artikel, den Sie zuerst lesen sollten, wenn Sie mit Blog-SEO anfangen".
Typische gesunde Verhältnisse
Weithin zitierte Branchenrichtlinien (variiert je nach Domain):
| Ankertyp | Gesunder Anteil |
|---|---|
| Markenbezogen | 40 bis 60 % |
| URL | 10 bis 20 % |
| Generisch / sonstige | 10 bis 15 % |
| Long-Tail / Partial Match | 15 bis 25 % |
| Exact Match | 1 bis 5 % |
Exact Match über 10 % weckt Manipulationsverdacht. Dasselbe Keyword bei 10 % und mehr ist eine unmittelbare Risikozone.
Warnzeichen
Konzentration auf ein einzelnes Keyword: Derselbe Exact-Match-Anker macht 30 bis 50 % und mehr des Profils aus.
Kontext-Diskrepanz: Ankertext, der nichts mit der Zielseite oder dem umgebenden Inhalt zu tun hat.
Rasche Geschwindigkeitsspitzen: Ein plötzlicher Schub identischer Exact-Match-Anker innerhalb eines kurzen Zeitfensters.
Exact Matches mit geringer Autorität: Exact-Match-Links von Spam-PBNs oder gefälschten Websites haben einen weitaus größeren negativen Effekt.
So bauen Sie ein gesundes Profil auf
Priorisieren Sie verdiente Links: Erstellen Sie verlinkbare Assets (originäre Recherchen, Daten, Tools), die natürliche Zitate anziehen. Organische Links diversifizieren die Anker von Natur aus.
Steigern Sie Markenerwähnungen: Höhere Markenbekanntheit und markenbezogene Suche treiben markenbezogene Anker auf natürliche Weise nach oben und verschieben das Profil hin zu einer gesunden Verteilung.
Diversifizieren Sie beim Gastbeitrag: Wenn Sie gezielt Linkaufbau betreiben, mischen Sie markenbezogene, URL- und Long-Tail-Anker, statt Exact Match zu erzwingen.
Prüfen Sie vierteljährlich: Kontrollieren Sie jedes Quartal den Anker-Bericht in Ahrefs oder Semrush. Ist ein Typ überrepräsentiert, verdünnen Sie ihn mit mehr natürlichen Links, oder entwerten Sie als letztes Mittel.
Entwerten Sie mit Vorsicht: Entwerten Sie nur eindeutigen Spam. Echte Links versehentlich zu entwerten kann dem Ranking schaden.
Quellen: