GEO

AGENTS.md

AGENTS.md ist eine Markdown-Datei im Stammverzeichnis eines Repositorys oder einer Website, die KI-Agenten zeigt, wie sie am Projekt arbeiten sollen – Build-Schritte, Test-Befehle, Codestil und zu beachtende Regeln. Oft als "README für Agenten" beschrieben, hat sie sich zur De-facto-Standard-Anweisungsdatei entwickelt, die von OpenAI Codex und anderen wichtigen Coding-Agenten zu Beginn einer Aufgabe automatisch gelesen wird.

AGENTS.md ist eine Markdown-Datei im Stammverzeichnis eines Repositorys oder einer Website, die KI-Agenten zeigt, wie sie am Projekt arbeiten sollen – Build-Schritte, Test-Befehle, Codestil und zu beachtende Regeln. Oft als "README für Agenten" beschrieben, hat sie sich zur De-facto-Standard-Anweisungsdatei entwickelt, die von OpenAI Codex und anderen wichtigen Coding-Agenten zu Beginn einer Aufgabe automatisch gelesen wird.

Warum es wichtig ist

KI-Coding-Agenten sind leistungsstark, kennen aber nichts vom impliziten Wissen eines Projekts. Welcher Befehl die Tests ausführt, welche Verzeichnisse tabu sind – all das musste in jedem Prompt erneut erklärt werden. AGENTS.md heftet diesen Kontext an eine einzige Datei, auf die Agenten automatisch zurückgreifen. Sie wurde gemeinsam von OpenAI Codex, Amp, Jules (Google), Cursor und Factory entworfen und wird von über 20 Tools nativ unterstützt, darunter GitHub Copilot, Gemini CLI, Devin und Zed. Stand 2026 wird sie von mehr als 60.000 Open-Source-Projekten genutzt, und im Dezember 2025 wurde sie – zusammen mit Anthropics MCP – zur neutralen Governance an die Agentic AI Foundation unter dem Dach der Linux Foundation übergeben.

Aufbau und so erstellen Sie eine

AGENTS.md ist reines Markdown ohne Pflichtfelder. Statt eines festen Schemas enthält sie natürlichsprachige Anweisungen, die ein Agent lesen und befolgen kann. Empfohlene Abschnitte:

  • Projektübersicht: Ein bis zwei Absätze dazu, was die Codebasis leistet
  • Build- und Test-Befehle: Installation der Abhängigkeiten, Dev-Server, Test-Runner
  • Codestil: Benennung, Formatierung, Framework-Konventionen
  • Sicherheit und Grenzen: Dateien, die nicht angefasst werden dürfen, Umgang mit Geheimnissen
  • Commit- und PR-Regeln: Nachrichtenformat, Review-Prozess

Große Monorepos verschachteln eine AGENTS.md je Paket; Agenten wenden die Datei an, die ihrem Arbeitsort am nächsten liegt.

Worin sie sich von llms.txt unterscheidet

Ist llms.txt die Broschüre, die der KI mitteilt, welche Inhalte existieren, so ist AGENTS.md das Betriebshandbuch, das erklärt, wie man hier arbeitet. Sie entstand in Code-Repositorys, doch ein neueres Muster platziert sie im Stammverzeichnis der Website (/agents.md), um Browsing-Agenten durch eine Website zu führen. Zusammen mit llms.txt und Schema.org-Markup fällt sie in die Kategorie der "agentenlesbaren Signale" – und anders als robots.txt, das regelt, ob AI-Crawling erlaubt ist, behandelt sie, was ein zugelassener Agent tun soll und wie.

Bedeutung für GEO

Da sich der Schwerpunkt von GEO von "Inhalten, die die KI zitiert" zu "Websites, die die KI bedienen kann" erweitert, werden Dateien, die Agenten ausdrückliche Anweisungen geben, zu einer neuen Optimierungsschicht. Wer Entwicklerwerkzeuge oder API-Dokumentation betreibt, erhöht die Chance, dass das eigene Produkt in Agenten-Workflows übernommen wird – je weniger Versuch und Irrtum die Agenten dank AGENTS.md brauchen. Bedenken Sie jedoch: Die Datei ist eine Anleitung, keine Durchsetzung – gut strukturierte Inhalte bleiben das Fundament.

Sources:

Wie inblog hilft

Wenn Sie einen Produktblog oder eine Dokumentation auf inblog betreiben, behalten Sie die Arbeitsteilung zwischen den Signalen im Blick. Während Dateien vom Typ llms.txt die Inhaltsentdeckung übernehmen und AGENTS.md die Arbeitsanweisungen, sollte der Blog-Text selbst für Agenten leicht zu zitieren und zusammenzufassen sein. Das saubere Markup und die klare Überschriftenstruktur von inblog verstärken den Wert dieser agentenlesbaren Signale.