Inbound Marketing

Jobs to Be Done (JTBD)

Jobs to Be Done (JTBD) ist ein Framework, das Kundenverhalten neu betrachtet als "Menschen engagieren ein Produkt, um bei einer bestimmten Aufgabe in ihrem Leben voranzukommen." Statt zu fragen, wer die Kunden sind, fragt JTBD, welche Aufgabe sie erledigen wollen und warum sie von der alten Lösung gewechselt sind.

Jobs to Be Done (JTBD) ist ein Framework, das Kundenverhalten neu betrachtet als "Menschen engagieren ein Produkt, um bei einer bestimmten Aufgabe in ihrem Leben voranzukommen." Statt zu fragen, wer die Kunden sind, fragt JTBD, welche Aufgabe sie erledigen wollen und warum sie von der alten Lösung gewechselt sind.

Warum es wichtig ist

Populär gemacht durch Clayton Christensens Milchshake-Studie in Harvard, erklärt JTBD Wechselverhalten, das Demografie und Personas übersehen. Die klassische Erkenntnis: Wer morgens Milchshakes kaufte, waren keine "Väter im Alter von 30 bis 45", sondern Pendler, die einen Milchshake engagierten, um eine langweilige Fahrt weniger öde zu machen und bis zum Mittagessen satt zu bleiben. Die Aufgabe zu kennen ermöglicht es, Alternativen (Bananen, Bagels, Langeweile) auszustechen, statt nur andere Milchshakes.

JTBD vs. Personas

AspektPersonasJobs to Be Done
EinheitWer der Kunde istWelchen Fortschritt er will
StabilitätÄndert sich mit der DemografieÜber Jahrzehnte stabil
WettbewerbsumfeldProdukte derselben KategorieJede Alternative für dieselbe Aufgabe
OutputSegmentierungWechselauslöser und unerfüllte Bedürfnisse

Personas beschreiben; Jobs erklären. Die meisten Teams nutzen beides: Personas für Botschaften, Jobs für Produkt und Positionierung.

Die drei Dimensionen einer Aufgabe

Funktional: Die praktische Aufgabe (meine Steuer machen, zur Arbeit kommen).

Emotional: Wie der Kunde sich dabei fühlen möchte (zuversichtlich, sorgenfrei, kompetent).

Sozial: Wie er von anderen wahrgenommen werden möchte (verantwortungsbewusst, clever, fürsorglich).

Großartige Produkte adressieren alle drei. "Turbo Tax" gewinnt funktional; "fühlt sich sicher an" und "ich bin verantwortungsbewusst" gewinnen die emotionale und die soziale Ebene.

Das Switch-Interview

Die zentrale JTBD-Forschungstechnik. Interviewen Sie Kunden, die kürzlich zu Ihrem Produkt gewechselt sind, und rekonstruieren Sie einen Zeitverlauf:

  1. Erster Gedanke: Wann wurde ihnen zuerst bewusst, dass die alte Lösung nicht funktionierte?
  2. Passive Suche: Was löste die aktive Auseinandersetzung aus?
  3. Aktive Suche: Was verglichen sie?
  4. Entscheidender Moment: Was gab den Ausschlag?
  5. Nutzung: Wie lief es nach dem Kauf tatsächlich?

Vier Kräfte prägen die Entscheidung: der Druck der aktuellen Situation, die Anziehung der neuen Lösung, die Angst vor Veränderung und die Gewohnheit des Bestehenden.

Eine Job-Aussage formulieren

Vorlage: Wenn [Situation], möchte ich [Motivation], damit ich [erwartetes Ergebnis].

Beispiel: "Wenn ich einen Unternehmensblog-Beitrag veröffentliche, möchte ich eine Vorschau sehen, wie er in den Suchergebnissen aussieht, damit ich vermeide, dass unschöne Titel live gehen."

Gute Job-Aussagen sind lösungsneutral, sie erwähnen Ihr Produkt nicht.

Häufige Fehler

Funktionen als Jobs formulieren: "Nutzt unser Dashboard" ist kein Job.

Zu eng: "Auf den Export-Button klicken" ist eine Aufgabe, kein Job.

Zu breit: "Das Geschäft ausbauen" ist ein Ziel, kein Job.

Die emotionale und soziale Dimension ignorieren: B2B-Käufern ist wichtig, vor ihrem Vorgesetzten kompetent zu wirken. Das auszulassen verfehlt die Hälfte der Entscheidung.

Sources: